INTI-Situationsbericht August 2013
Im August 2013 besuchte Theresa Steinkellner, eine Freundin und Unterstützerin unseres Vereins, „INTI für Straßenkinder“, das Straßenkinderprojekt ALALAY in La Paz, (Regierungssitz Boliviens, 3000m-4000m) und das Präventionsprojekt PAV-4-14 in El Alto (an La Paz angrenzende, mittlerweile mit ihr verwachsene Millionenstadt der armen, landflüchtigen Bevölkerung, 4000m) um die bisherigen Ergebnisse der verwendeten Spendengelder zu besichtigen und um weitere Investitionen persönlich abzuklären.

Zudem war es uns ein Anliegen den Kommunikationsfluss zu intensivieren, um die Nachweise für die Nutzung der Spenden weiter zu verbessern, was für eine korrekte Buchhaltung unbedingt erforderlich ist. Diese wiederum sollte uns unserem Ziel,
einerseits das „Österreichische Spendegütesiegel“ zu bekommen (was allerdings wegen der hohen Kosten - €3000.-/Jahr -, die wir nicht mit Spendengeldern decken wollen, noch fraglich ist) und andererseits in den Kreis der „Spendenbegünstigen Einrichtungen“ aufgenommen zu werden, um den Spendern steuerliche Absetzbarkeit der Spenden zu ermöglichen, näher bringen!

Hier ist der Bericht von Theresa:
„Auf meiner Reise durch Peru und Bolivien vereinbarte ich mit dem Verein „INTI für Straßenkinder“, einen Zwischenstopp in La Paz einzulegen, um die Projekte ALALAY und PAV-4-14 zu besuchen.
Mehrmals traf ich dabei Coco vom Projekt PAV-4-14 in El Alto, und einen Tag hatte ich für das Projekt ALALAY reserviert. Beide Projekte leisten wunderbare, unersetzliche Arbeit und ich kann nur Positives über das Engagement der Personen berichten, welche die Projekte betreuen.

Zuallererst besuchte ich das Präventionszentrum PAV 4-14. Neben der Besichtigung der Betreuungseinrichtung für die Kleinsten (ähnlich unserem Kindergarten), die einen sehr ordentlichen Eindruck macht und einer Spritztour mit dem projekteigenen Bus, dessen Anschaffung und Reparatur durch „INTI für Straßenkinder“ finanziert wurde, standen vor allem lange Gespräche am Programm.
Aufgrund neuer, gesetzlich vorgeschriebener Standards bei der Arbeit mit Kindern macht das PAV-4-14 gerade schwierige Zeiten durch. Deshalb wurden die momentane Problemlage mehrfach besprochen und mögliche Lösungen diskutiert.
Diese Standards schreiben beispielsweise ein Betreuungsteam, zusammengesetzt aus einem Kinderarzt oder einer Kinderärztin, einem/einer Ernährungswissenschafter/in, einem Psychologen oder einer Psychologin, einem/einer Sozialarbeiter/in, einem Pädagogen oder einer Pädagogin, vor. Des Weiteren werden bauliche Maßnahmen gefordert wie z.B. getrennte Sanitäranlagen für jedes Geschlecht.
Obwohl diese Maßnahmen durchaus positiv zu betrachten sind, stellen sie für kleine Projekte, wie PAV-4-14, schwierige finanzielle Herausforderungen dar. Schließlich müssen Gehälter von weiteren Personen langfristig finanziert werden, sowie baulich, geforderte Veränderungen fristgerecht umgesetzt werden.

Zielsetzung für den Verein „INTI für Straßenkinder“ ist es vor allem die Fortführung des Projekts PAV-4-14 sicherzustellen. Inzwischen wurde bereits die Kostenübernahme für einen Teil der zusätzlichen Gehälter fix zugesagt. Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für die Umsetzung baulicher Adaptationen werden ebenfalls diskutiert. Überlegt wird zudem, die Übernahme eines Startkapitals für ein „Eisgeschäft“, über das PAV-4-14 selbständig Geld verdienen kann, um in Zukunft ein wenig unabhängiger agieren zu können.

Beim Straßenkinderprojekt ALALAY besuchte ich zwei von vier Betreuungseinrichtungen. Eine davon ist die mitten im Zentrum von La Paz gelegene Unterkunft „Casa Eguino“ die für 20-30 15-18-jährige Burschen während deren Lehrausbildung ein Zuhause bietet. Das Haus ist sehr renovierungsbedürftig. Eine der Sanitäranlagen wurde inzwischen durch Hilfsmittel von „INTI für Straßenkinder“ renoviert, weitere Renovierungsarbeiten sind für 2014 geplant.

Die zweite von mir besuchte Einrichtung ist das Kinderdorf „Aldea“, das ca. 20km oder eine knappe Busstunde außerhalb von La Paz. liegt Dort wohnen bis zu 100 2-14-jährige Kinder, die sich gerade in Schulausbildung befinden. Die große, sehr gut ausgestattete Anlage umfasst mehrere Häuser (Cabanas), in denen die Kinder getrennt nach Geschlecht und Alter untergebracht sind. Es gibt zudem einen Computerraum, ein Musikzimmer und sogar eine eigene Bäckerei und Schneiderei, wo die Kids backen und schneidern lernen können.“

Im Zentrum der Spendengeldverwendung von „INTI für Straßenkinder“ stehen im Jahr 2014:
- ALALAY betreffend vor allem die bereits erwähnten Renovierungsarbeiten in der Casa Eguino (Zimmer der Jugendlichen, elektrische Leitungen, Küche,…) wahrscheinlich der Bau eines Brunnens im Aldea und je nach finanziellen Möglichkeiten auch die weitere Schulausbildung von über 100 Kindern.
- PAV-4-14 betreffend vorerst die weitgehende Deckung der seit ein paar Monaten deutlich erhöhten Fixkosten/Mitarbeitergehälter und schließlich Schaffung von Möglichkeiten zur teilweise Selbstfinanzierung des Projekts (Eisverkauf,…).
Auch Sie können helfen. Bitte Spenden Sie an:
INTI für Straßenkinder Kontonummer: 28634981500 BLZ: 20111
IBAN: AT802011128634981500 BIC/SWIFT Code: GIBAATWW
Kontoinhaber: INTI für Straßenkinder